Maststall 13

Maststall 13

Der Maststall ist aus 26 Buchten mit mittigem Zentralgang aufgebaut. An beiden Traufseiten des Stalls befinden sind Ausläufe.  Der Boden im Stallinneren und im Auslauf ist planbefestigt und wird mit Langstroh eingestreut.

Erhöhtes Platzangebot und Kleingruppenhaltung

Jedem Mastschwein stehen 1,62 m2 zur Verfügung, 1 m2 davon im Stallinneren. 

In der Hauptmast werden 18 Tiere je Bucht gehalten. Es wird davon ausgegangen, dass die Haltung in Kleingruppen zu einer rascheren Ausbildung der Rangordnung führt und so das Risiko für Schwanzbeißen, Rangkämpfe und Verletzungen reduziert wird.

Auslaufgestaltung mit Harnableitung

Der Boden des überdachten Auslaufes wurde mit einem deutlichen Gefälle von 4 % versehen. Außerhalb der Auslaufbegrenzung leitet eine offene Rinne Harn und Wasser ab. So soll eine Reduktion von zusätzlichen Emissionen, die durch zu lange Kontaktzeiten von Kot und Harn auf Oberflächen entstehen, erreicht werden. 

Parallelogrammtore für einfaches Entmisten

Ein einfaches und schnelles Entmisten der Ausläufe soll durch eine besondere Konstruktion der Buchtentore (Parallelogrammtore) ermöglicht werden. Dabei können alle Buchtentrennwände über den Zug einer Seilwinde am vorderen Buchtentor wie ein Parallelogramm verschoben und bis zu 90 Grad eingeklappt werden, sodass kein händisches Öffnen oder Schließen der einzelnen Trennwände notwendig ist. Dadurch werden die Schweine in das Stallinnere weggesperrt und der Auslauf befahrbar.

 

Besucherplattform und Besucherweg

Eine Besucherplattform mit einem großen Fenster an der Giebelseite ermöglicht einen Blick in den gesamten Stall. Besucher kommen nicht in direkten Kontakt mit den Tieren und müssen daher keine weitreichenden Hygienevorschriften einhalten.

Entlang der gesamten Stalllänge soll außerdem ein erhöhter, öffentlicher Besucherweg angelegt werden. Hier können interessierte Verbraucher jederzeit die Tiere, welche sich im Auslauf aufhalten, beobachten. Eine niedrige Mauer als Auslaufbegrenzung (Höhe 50 cm) ermöglicht eine gute Einsicht.

Freie Belüftung durch Curtains und Energieeffizienz

Die Traufseiten des Stalls bestehen etwa zur Hälfte aus Curtains, die sich komplett öffnen lassen. In Kombination mit der geringen Breite des Stalls soll dies für eine variable und natürliche Frischluftzufuhr im Innenbereich sorgen. Zusätzlich können die Tore an den Giebelseiten geöffnet werden. Auf Ventilatoren soll so verzichtet und Energiekosten eingespart werden können.

Beheizt wird lediglich der abgedeckte Liegebereich in den Vormastbuchten, sodass der Stall insgesamt sehr wenig Energie benötigt.

Fußbodenheizung in der Vormast

In der Hauptmast stehen den Schweinen mit dem Stallinneren und dem Auslauf zwei Klimazonen zur Verfügung. In den Vormastbuchten wird zudem eine dritte Klimazone geschaffen, indem die Buchten im Stallinneren etwa zur Hälfte mit einer Fußbodenheizung und einer Liegebereichsabdeckung ausgestattet sind. 

Frostsichere Tränken im Auslauf

Um den Innenbereich trocken zu halten und die Schweine dazu zu animieren im Auslauf ihren Kotbereich anzulegen, wurden lediglich im Auslauf Tränken angebracht. Damit diese frostsicher sind, wurden die Leitungen von unten verlegt und fast durchgehend isoliert. Die Beckentränken selbst sind in die Stallaußenwand eingelassen.

Bodenfütterung

Im Stallinneren ist eine Bodenfütterung installiert. Das Futter wird direkt auf den Boden dosiert. In Kombination mit dem Einsatz von Stroh soll dies das Nahrungssuchverhalten der Schweine befriedigen, sie beschäftigen und so Schwanzbeißen vorbeugen. Zudem haben, durch die breite Verteilung des Futters, auch rangniedrige Tiere jederzeit Zugang zu Futter.

Entmistung

Direkt im Anschluss an die Ausläufe befindet sich eine tiefer gelegene Mistplatte. So kann der Mist einfach über die Mauer am Ende des Auslaufes geworfen werden.

Regenwassernutzung

Für die Reinigung der Buchten und den Betrieb der Niederdruckversprühung im Auslauf soll Regenwasser genutzt werden. Dazu soll eine Zisterne gebaut werden, in der das Regenwasser der Stalldachflächen gesammelt wird.

Niederdruckversprühung zur Thermoregulation

An der Überdachung der Ausläufe soll eine Niederdruckversprühung installiert werden. Die Wasserverteilung erfolgt grobtropfig über Düsen, die bei hohen Außentemperaturen in Betrieb genommen werden können. Dies soll den Schweinen eine Möglichkeit zur Abkühlung bieten und zur Anlegung des Kotbereichs im Auslauf anregen.