Maststall 5

Maststall 5

Buchtenstruktur

Erhöhtes Platzangebot

Die Buchten sind für 35 Mastschweine ausgelegt, dabei steht jedem Schweine eine Fläche von 1,64 m2 ur Verfügung. Das Platzangebot gliedert sich in einen Innenbereich (1,02 m2 je Tier) und einen Auslauf (0,62 m2 je Tier).

Beckentränken

Zur Wasserversorgung in den Buchten dienen Schalentränken, die dem natürlichen Trinkverhalten von Schweinen als Saugtrinker aus offenen Wasserflächen entgegenkommen.

Fressplätze

Die Futtertröge befinden sich auf einem Betonsockel, damit sich kein Stroh im Trog sammelt.

3 Klimazonen

In der Vormast ist der Liegebereich mit einem Kleinklimadeckel versehen. Die Abdeckung kann zum Einstreuen und Entmisten auf die Buchtenwände hochgezogen werden. Insgesamt stehen den Tieren drei Klimazonen zur Verfügung: Der beheizte Liegebereich mit Liegebereichsabdeckung in der Vormast (Klimazone 1), der unbeheizte Innenbereich (Klimazone 2) und der Auslauf (Klimazone 3).

Entmisten des Innenbereiches

Die Buchtenwände im hinteren Drittel der Bucht können ausgehängt oder umgeklappt werden, um ein Einfahren entlang der Längsachse des Stalls zu ermöglichen. Die Buchtenmaße und die großen Tore an den Giebelseiten ermöglichen das Einfahren mit einem Hoflader, um Handarbeit zu minimieren.

Fußbodenheizung

Die Hälfte der Innenfläche jeder Bucht ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Die Wärme zur Beheizung des Stalles stammt aus der hofeigenen Biogasanlage.

Auslaufgestaltung

Die Größe des Auslaufes ist so bemessen, dass sich alle Tiere (35 Tiere je Bucht) zeitgleich darin aufhalten können. Dies ermöglicht, dass der Innenbereich auch wärend des Durchgangs maschinell entmistet werden kann.

Einstreuroboter

Stall und Ausläufe werden durch einen selbstfahrenden Einstreuroboter mit vollautomatischer Langstrohverteilung eingestreut. Durch eine langsam laufende Ballenauflösung bleibt das Stroh ausreichend lang und die Staubentwicklung kann reduziert werden.

Ein Sensor öffnet die "Salontüren" an der Stallwand automatisch sobald sich der Einstreuroboter nähert.

Der Einstreuroboter fährt schienengeführt über den Hof. Die Befüllstation mit Förderband und Ballenauflöser befindet sich in der Strohhalle neben dem Stall

Harnrinne

Der Auslauf verfügt über ein Gefälle von ca. 4%. Am Rand des Auslaufes leitet eine, mit einem Lochblech abgedeckte Rinne, Harn und Regenwasser ab.

Ein KG-Rohr wurde einbetoniert. In den noch feuchten Beton wurde anschließend direkt über das Rohr eine Holzlatte eingelegt. Die Holzlatte wird nach dem Trocknen des Betons wieder entfert, die entstandene Rinne bietet dann dem Lochblech Platz. Zum Schluss erfolgt eine Kernbohrung durch den Beton und das Rohr.

 

Friue Belüftung

Der Stall ist frei belüftet. Hubfenster zu beiden Längsseiten des Stalls werden sensorgesteuert geöffnet und geschlossen.

Besucherraum

Ein großer Besucherraum im Giebel des Stalles erlaubt interessierten Besuchern einen umfassenden Einblick. Der Zugang erfolgt über die äußere Giebelseite. Da kein direkter Kontakt zu den Schweinen oder der Stallluft besteht, müssen auch keine besonderen hygienischen Anforderungen eingehalten werden.

Schweinedurche

An der Überdachung der Ausläufen sind Wasserdüsen angebracht. Diese werden bei hohen Temperaturen in Betrieb genommen und bieten den Schweinen die Möglichkeit zur Abkühlung.

Niedrige Auslaufbegrenzung

Die Auslaufbegrenzung wurde deutlich niedriger gebaut als üblich und im oberen Teil mit Stangen, anstatt einer durchgehenden Mauer versehen. Dadurch könne die Tiere über die Auslaufbegrenzung hinweg schauen und Ihre Umgebung besser wahrnehmen. Auch Besuchergruppen haben so einen guten Einblick in den Auslauf.

Kaum Lagerung von Mist

Der Mist wird unmittelbar nach jeder Entmistung zur hofeigenen Biogasanlage gebracht, sodass dieser nicht gelagert werden muss. Das Entmistungsintervall, sowie die direkte Abfuhr zur Biogasanlage, sollen zu einer Reduzierung der Emissionen aus den Ausläufen führen.