Abferkelstall 3

Erhöhtes Platzangebot

Pro Bucht soll der Sau mit Ferkeln eine Gesamtfläche2 von ca. 13,6 m2 zur Verfügung stehen,die sich in einen Innenbereich mit 7,6 m2 und den Außenbereich mit 6 m2 aufteilen. Das Platzangebot im Auslauf bietet damit mehr als doppelt so viel Platz wie gefordert (2,5 m2).

Durch das erhöhte Platzangebot im Auslauf im Vergleich zu üblichen Ausführungen bei Abferkelbuchten, soll die Einteilung in Funktionsbereiche (Aktivitäts- und Kotbereich) innerhalb des Auslaufs unterstützt werden.

Abliegewände

Zum Schutz der Ferkel vor Erdrückung wurden Abliegewände eingebaut. Durch den Abstand zur Wand und zum Boden können die Ferkel der abliegenden Sau entweichen.

Abstand zum Boden: 20 cm

Abstand zur Buchtenwand: 15 - 20 cm

Freie Belüftung

Der Stall ist frei belüftet. Das Öffenen und Schließen der lichtdurchlässigen Lüftungsklappenwir automatisch in Abhängigkeit der Temperatur gesteuert.

Der Stall kommt ohne Ventilatoren aus, so kann energie eingespart werden.

Wand- und Fußbodenheizung

Im Ferkelnest ist eine Wand- und Fußbodenheizung verbaut. Dabei verlaufen die Schläuche zuerst in mehreren Schleifen durch die Wand und dann im Boden. Kleine Ferkel mit höherem Wärmebedürfnis können näher an der Wand liegen, größere Ferkel weiter außen. Mittels Durchlaufbegrenzer kann die Temperatur manuell gesteuert werden.

Orientierungslicht im Ferkelnest

Ein Orientierungslicht soll den Ferkeln das Auffinden des Ferkelnestes bei Nacht erleichtern.

Fußbodenheitzung und Kühlung im Sauenliegebereich

Ein zweiter, getrenner Heizkreislauf ist im Liegebereich der Sau verlegt. Dieser soll nur in den ersten Tagen um die Geburt betrieben werden um ein Ausküheln der Ferkel beim Säugen zu vermeiden.

Ein Fußbodenkühlung ist am Rand jeder Bucht verlegt. Diese beruht auf einem Erdspeicher-System. Hierzu wurden Rohre in 3 bis 4 m Tiefe unter den Abferkelställen installiert. Im Sommer wird das Wasser in den Rohren durch das Erdreich abgekühlt und kann somit wiederum den Liegebereich der Sauen kühlen.

Bodenfütterung

Gefüttert wird trochen und direkt auf dem Boden. Das Rohr ist beweglich angebracht. Rüttelt die Sau am Rohr fällt Futter heraus. Die Ferkel werden so zum Fressen animiert, indem sie die Muttersau nachahmen.

Schwenktore mit Hubmechanismus

Die Buchtentrennwände im Auslauf sind so konstruiert, dass sie sich beim Umschwenken anheben. So ist das Umschwenken auch bei einer höheren Mistmatte kein Problem.

Selbstschließende Auslauftüren

Die Türen zum Auslauf sind schräg angeschlagen. So fallen sie automatisch zu nachdem die Sau hindurchgelaufen ist. So soll ein Auskühlen des Stallinneren verhindert werden.

Harnableitung im Auslauf

Der Auslauf weist ein 5% - iges Gefälle auf, sodass Harn und Regenwasser abgeleitet wird.

Besucherraum

Ein Besucherraum mit Podest und Fenster ermöglicht einen direkten Blick in den Abferkelstall ohne hygienische Beeinträchtigung des Sauenbestandes.